What makes you iconic?
Projektgeschichte
ICONIFY
Eine soziale Sprache zum Anziehen.
- Rolle
- Gründer, Designer & Entwickler
- Jahr
- 2020
- Art
- Mode · E-Commerce
- Status
- Offen für Partner
Der Funke.
Menschen sind so viel mehr, als man ihnen ansieht.
Wenn du jemanden zum ersten Mal triffst, siehst du ein Gesicht, ein Outfit – vielleicht ein Shirt mit dem Logo einer Band oder Serie. Das zeigt nur einen kleinen Teil dieses Menschen. Alles, was ihn wirklich ausmacht, bleibt unsichtbar.
Ich wollte das umkehren: Menschen mehr von ihrer inneren Welt tragen lassen, sodass jemand Fremdes dich ansieht und denkt: „Oh, das haben wir gemeinsam“ – oder: „Moment, das Icon trage ich auch.“
Die Frage.
Was, wenn du mehr von dem, was dich ausmacht, auf deinem Shirt zeigen könntest?
Nicht mit einem Slogan, sondern mit einer Sprache, die alle lesen können: Icons. Du kombinierst Dinge, die du liebst, nicht magst oder für die du stehst, zu einem Design, das nur dir gehört. So wird das Shirt zum Anlass für ein Gespräch.
Individualität trifft Minimalismus.
Ein Shirt-Generator im Browser: Du konntest Stil und Farbe wählen, in über drei Millionen Icons stöbern, bis zu fünfzehn davon platzieren und Freund:innen einladen, ihre eigenen Icons hinzuzufügen – und das Shirt bekam deinen Namen. Ein Icon fehlt? Du konntest ein eigenes anfragen, und ich habe es von Hand gezeichnet.
The Kevin
Fair von Anfang an.
Mehr von sich zu zeigen, sollte nicht den Planeten kosten. Jedes Shirt bestand aus Bio-Baumwolle, war vegan und fair produziert, wurde in Deutschland bedruckt und in Papierverpackung verschickt. Auf der Website stand offen, wo und wie die Shirts hergestellt wurden.
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.
Ich habe ICONIFY solo auf einem No-Code-Stack gebaut und im Dezember 2020 gestartet. Die meisten Shirts wurden verschenkt: Menschen haben ein Shirt für eine Freundin oder einen Freund gestaltet – das persönlichste Geschenk, das ihnen einfiel.
Warum ich aufgehört habe.
Der spannendste Teil lag hinter mir: Ich hatte eine Idee, habe sie gebaut, gestartet und Menschen dafür begeistert. Die Null-auf-Eins-Phase war vorbei.
Und etwas fühlte sich nicht richtig an. So fair und bio die Shirts auch waren, jede Bestellung bedeutete neues Material – für etwas, das am Ende eine verspielte Idee war. Also habe ich losgelassen und die Lektionen mitgenommen.
Was ich daraus mitnehme.
Ich liebe die Null-auf-Eins-Phase – und ich habe gelernt zu erkennen, wann sie vorbei ist. Ich habe gelernt, dass ein gutes Siegel nicht die Frage beantwortet, ob etwas überhaupt hergestellt werden sollte. Und ich habe gelernt, wie sehr Menschen zeigen wollen, wer sie wirklich sind.
Diese letzte Erkenntnis hat mich nie losgelassen. Die innere Welt von Menschen sichtbar zu machen und ihnen zu helfen, darüber zueinanderzufinden, ist bis heute der Kern meiner Arbeit.
Ein zweites Leben für ICONIFY?
Vielleicht mit KI im Kern, vielleicht ganz ohne neue Shirts. Wenn du ICONIFY mit einem neuen Ansatz weiterdenken möchtest, lass uns reden.